POPWISE - Creep von Radiohead
Shownotes
Musik, Popsongs begleiten uns durch unser Leben, häufig viele Jahre. Aber was hören wir da eigentlich genau? Was wird uns da vermittelt? Verstehen wir alle Botschaften eigentlich richtig? Wann wäre es sinnvoll, mal genauer hinzuhören und wann wäre es vielleicht sogar besser, wegzuhören? Beziehungsexperte und Paartherapeut, Hergen von Huchting und Radio Paradiso Moderator, Thorsten Wittke hören in die Tiefe und entschlüsseln die Glaubenssätze und Lebensweisheiten hinter den bekanntesten und beliebtesten Popsongs unserer Zeit. Popwise.
Jeden Donnerstag gibt es eine neue Folge.
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Transkript anzeigen
00:00:00: Ich himmel sie doch an, aber ich komme mit ihr nicht zusammen.
00:00:03: Dass du dich so darauf konzentrierst auf diese eine Beziehung, dass du in deinem Leben insgesamt unglücklich wirst.
00:00:11: Wenn das nicht hinhaut und funktioniert dann habe ich hier auf der Welt nichts zu suchen.
00:00:17: Da sind wir auch wieder bei dem Thema Idealisierung.
00:00:20: Wir idealisieren gerne den Partner zum Beispiel.
00:00:22: Das muss die perfekte Beziehungen werden.
00:00:29: Was die Musik über unser Leben und unser Lieben verrät.
00:00:32: Mit Beziehungskoach Hergen von Hochding, und Radioparadiesomoderator
00:00:37: Thorsten Wittke.
00:00:38: Hallo Hergen!
00:00:39: Tag Thorsten!
00:00:41: Heute bist du wieder dran mit einem Song.
00:00:43: Du hast diese Song aus Wahl getroffen mir aber auch schon mitgeteilt.
00:00:46: um welchen Titel geht es heute?
00:00:47: Das ganz
00:00:48: gespenstisches Creep von Radiohead habe ich mitgebracht
00:00:53: Aber damit auch schon ein moderner Klassiker würde ich mal sagen Fünfundachtzig, die Band Radiohead gegründet.
00:01:12: Aus zweiundneunzig ist dieser Titel der erste große Hit auch von Radiohead!
00:01:20: Warum hast du dir den ausgesucht?
00:01:23: Ja ganz spannend weil die Band radiohead kannte ich gar nicht.
00:01:26: so richtig habe ich nie so auf dem Schirm gehabt aber das Lied hat mich immer verfolgt.
00:01:31: und dass es in verschiedenen Cover-Versionen immer mal wieder aufgetaucht also das Lieder selber von Radio Head kannte
00:01:38: Da bist du erst durch die Covervision darauf aufmerksam geworden?
00:01:41: Ja, eigentlich sogar über mal The Voice of Germany.
00:01:45: Da lief man so eine Cover-Version von zwei kleinen Mädels, die haben wir super gesungen.
00:01:48: und dann habe ich mal geguckt wo kommt denn das alles dann vor?
00:01:51: Das
00:01:51: ist original okay!
00:01:52: Und was hat dich daran dann so gepackt und emotional auch berührt?
00:01:57: Das war schon beim Original so... Ich finde man kann es richtig mitleiden, ja ich bin der Außenseiter.
00:02:02: Keiner hat mich richtig lieb, ich gehöre nicht dazu.
00:02:05: I'm a weirdo.
00:02:06: wie er singt konnte ich mich gut mit identifizieren, hat mich irgendwie berührt.
00:02:11: Wobei ja Außenseiter es geht ja würde ich sagen so habe ich ihn verstanden darum dass er eine Frau nicht ansprechen kann also sich nicht traut sie anzusprechen weil sie für ihn so überdimensional toll ist das er sich einfach nicht traute und sich dadurch dann wie ein Creep übersetztes Mal vielleicht auch mit Freak irgendwie dann fühlt, weil er sich einfach unwürdig ihrer fühlt
00:02:41: oder?
00:02:42: Ja kann in Bezug auf die Lame sein.
00:02:44: Kann aber ein generelles Gefühl sein von dem ich gehöre nicht dazu.
00:02:47: Ich bin nicht so richtig.
00:02:49: in der Ingroup heißt es ja heute so schön.
00:02:51: Hast
00:02:51: du das eher so empfunden?
00:02:53: Ja zumal ein ganz interessantes Phänomen.
00:02:57: Ich habe mir natürlich in Vorbereitung nochmal das Lied einmal auf Instagram angehört hier Und jetzt weiß ich, wie die Algorithmen da funktionieren.
00:03:04: Seitdem habe ich jeden Tag eine neue Version von Creep gekriegt und da waren super spannende dabei.
00:03:11: Mir ist dann aufgefallen... Ich kannte das Lied schon!
00:03:14: Es wurde ein, zweimal in bekannten Filmen benutzt.
00:03:17: Hast du eine Ahnung, wo?
00:03:18: Also mir ist es besonders in Erinnerung geblieben und eigentlich auch ich bin nicht so in diesem Song drin!
00:03:26: Ich habe den Anfang der Neunziger nicht so wahrgenommen und er hat mich nicht so durch mein Leben begleitet.
00:03:32: aber ich liebe ja Kino und ich liebe Soundtracks und ich lieber auch die Compilations von Filmen.
00:03:39: und bei Guardians of the Galaxy III Da tauchte er auf und da konnte ich sehr mitfühlen, auch mit den Charakteren.
00:03:48: Die fühlten sich ja aus wie Außenseiter, wie Ausgestoßene von jeder Spezies sozusagen eine besondere Art und Gattung.
00:03:59: Und dann eben der Waschbär, also er mag ja nicht so genannt werden.
00:04:05: Der Rocket Bracool!
00:04:08: Genau, der fühlt sich da auch besonders.
00:04:11: Ein Versuchstier und gerade gar nichts auf der Galaxie III.
00:04:15: Da konnte ich auch anfangen, da hat mich sehr berührt
00:04:18: dieser Film.
00:04:19: Ja wenn der Raccoon über seine traumatische Vergangenheit singt dann ist es eher so ein Gegenentwurf zur Creep-Wollte gehören alle nicht dazu aber anstatt sich ausgeschlossen zu füllen tun die sicher zusammen den ganzen Pact.
00:04:33: Was ist ja auch spannend.
00:04:34: Das
00:04:35: ist natürlich eine Art und Weise damit umzugehen, dass man sich als Außenseiter, Außensaterin irgendwie fühlt dann eben sagt okay ich tue mich mit anderen die ähnlich empfinden einfach zusammen und schon bin ich denn nicht mehr so außen vor weil ich habe hier ne Gruppe.
00:04:52: aber in dem Song fühlt sich der Sänger ja schon ziemlich
00:04:57: alleine oder?
00:04:58: Der Belong hier.
00:04:59: irgendwie gehöre ich nicht hierhin Und mir ist da noch ein anderer Film aufgefallen.
00:05:02: das wusste ich gar nicht nicht.
00:05:03: so ein bisschen unbewusst wahrgenommen.
00:05:05: Es gibt eine super schöne Cover-Version von Scala & Colantini Brothers heißen die und die läuft in dem Soundtrack von The Social Network, von Mark Zuckerberg.
00:05:16: Und das natürlich super spannend.
00:05:17: allerdings ist ne Chore Version da gewesen.
00:05:19: Die läuft im Trailer... Und das ist ein super Beispiel dafür, weil der war ja auch ein bisschen creepy.
00:05:25: Der mein Liebemarkt hat nie so richtig dazugehört und hat sich überlegt was kann ich denn tun um irgendwie Connection zu finden und er hat dann fünf Millionenfall aber gekriegt.
00:05:36: und da läuft im Hintergrund dieses Lied einer Familienkurve gesungen.
00:05:40: Dann ist es noch mal spannender dieser Gegensatz wo ich bin draußen nicht gehöre mich dazu.
00:05:44: Aber was kann Ich denn tun damit ich dabei sein darf?
00:05:48: Ja okay unter haus hat er seinen Social Network entwickelt und ja diese, ich kann den Band Chor-Namen gar nicht aussprechen aber die sind mir auch... du hast das schön gemacht.
00:06:03: Skala einfach nur?
00:06:04: Ja!
00:06:04: Okay dann kannst du auch aussprechen.
00:06:08: Die haben sowieso tolle Cover-Version von anderen Songs gemacht.
00:06:12: Die kannte ich jetzt noch nicht.
00:06:15: Aber kann ich mir vorstellen dass das gut kommt.
00:06:18: wobei Da ist es auch immer so, klingt das auch immer schön irgendwie.
00:06:23: Was Skala da so machen und ich finde dieses Original ist da angenehm dreckig so ein bisschen.
00:06:31: Ja auch durch die Gitarren riffs die hauen ja richtig reil auf.
00:06:35: Radiohead
00:06:35: allerdings, die mögen
00:06:37: den Song gar nicht bzw.
00:06:41: die hassen den richtig, weil sie sagen ja der spiegelt eigentlich so gar nicht unsere art des musikmachens und unseren sound wieder.
00:06:50: und damit sind wir so schnell ganz berühmt geworden.
00:06:53: und die nehmen den song sogar in ihre setlist bei livekonzerten nicht immer und gar nicht regelmäßig auf spielen ihn gar nicht weil irgendwie so auch noch finde ich auch ganz spannend aus ein bisschen als gegenbewegung jeder will den hören Und sie machen es nicht.
00:07:09: Also da ist es ja dann sogar so, da verhalten sich so als möchten Sie weiter außenseiter irgendwie sein?
00:07:17: Ja, fand ich auch super spannend!
00:07:19: Da hat sich nachher der liebe Herr Jörg mit dem Song ein bisschen versöhnt.
00:07:23: aber das ist natürlich interessant.
00:07:25: du wirst ja nur reduziert auf diesen einen Song und wenn Du die Geschichte von Radio anguckst, die haben wir komplett andere Musik gemacht, passt überhaupt nicht dazu.
00:07:32: Es waren immer sehr experimentell.
00:07:35: Aber das sehr unschönes Beispiel, dass er versucht hat sich abzugrenzen.
00:07:39: Ob er sich später auch wieder versöhnt hat.
00:07:41: Das heißt wie man mit seinen verschiedenen Identitäten auch auf Dauer umgehen kann.
00:07:45: Dass ich muss meine Vergangenheit nicht verleugnen und kann sagen ja damals war ich so und ich bin heute anders aber es gehört noch zu mir jetzt meinem Leben dazu Und dann ist da schon ein bisschen weniger creepy finde ich.
00:07:56: Du hast ein interessantes Wort gesagt nämlich reduziert.
00:07:58: Ich werde reduziert auf diesen Song Und wenn ich auch auf eine Art und Weise meines Wesens reduziert werde, ist das ja auch so.
00:08:07: ein erster Schritt zu... Ich bin oder fühle mich vielleicht als Außenseiter-Aussenseiterin weil eben nur ein bestimmter Aspekt meiner Persönlichkeit gesehen wird.
00:08:18: Ja, und das kann aber auf beiden Seiten dann sein.
00:08:21: Von dem der außen steht oder auch von dem der bewundert wird.
00:08:24: Der will es ja nicht so haben, dass er nur reduziert wird.
00:08:27: Genau da sind wir wieder bei den Punkte.
00:08:29: ich sehe denen ja auch diesen Song und höre ihn ganz stark als Beziehungssong Also in Bezug auf eine andere Person, in diesem Fall hier Sänger und dann eben auf eine Frau.
00:08:41: Und auch in der Geschichte wie das Song entstanden ist gibt es wohl tatsächlich diese eine Person die der Sänger so wahrgenommen hat als wirklich so schön.
00:08:53: und ihre Haut, your skin makes me cry.
00:08:56: Deine Haut bringt mich zum weinen also eine Frau, die so schön für ihn war dass er sich nicht traut sie anzusprechen, weil er sich ihr nicht gewachsen fühlte.
00:09:07: und da mag ich nun wieder sagen.
00:09:09: Ich kenne eine Version wo eine Frau In ein Duette einsteigt und auf die Texteilen in Kweeb antwortet, wo dann deutlich wird so wie sie darüber singt dass sie sich aber gar nicht so schön fühlt innerlich und selbst ganz unsicher ist.
00:09:35: Und da denk ich so melde sprech doch darüber ja aber es ist nicht so leicht
00:09:44: Vor allen Dingen, sie will gar nicht erhöht werden.
00:09:45: Weil wenn du auf dem Podest stehst dann hast du gar keine Chance auf wirklich Augenhöhe.
00:09:50: Wie soll ich dir begegnen?
00:09:52: Ich kann ja nur versagen!
00:09:53: Wenn ich so einen großen Anspruch spüre an mich das macht aus Dauer gar keinen Spaß und auch keinen Sinn.
00:09:59: Ich
00:09:59: will nicht erhöhen werden... Da mag ich ja nochmal hängen bleiben weil man hat eigentlich das Gefühl wenn ich jemanden lobe oder Sachen sage ich, dass es doch wertschätze dich und ich finde dich besonders schön.
00:10:18: Kann das also dann auch ankommen als
00:10:22: Belastung?
00:10:23: Das ist natürlich toll.
00:10:24: Wir finden uns alle schon ein bisschen Bauch.
00:10:26: Kompliment!
00:10:27: Ich bin am the greatest.
00:10:29: Aber wenn du wirklich in Begegnungen gehen willst, wenn du da Resonanz spüren willst, ist es aus Dauer keine gute Idee, dass einer Mann halben Meter höher steht.
00:10:36: Es für beide Seiten unangenehm und unbefriedigend.
00:10:40: Also auch dieses Gefühl angehimmelt zu werden, immer was besonders leisten zu müssen macht auf Dauer einfach nur Stress.
00:10:47: Ja also im Moment weil das dann damit gleichgesetzt wird, ne?
00:10:50: Angehimmeltzuwerden und immer... Also wenn du eben sagst immer wieder etwas leisten zu müsstet, das müsste ja gar nicht automatisch sein.
00:10:58: es kann ja ein Anhimmeln sein für etwas was einfach da ist oder was ich jemand so empfinde dass es einfach da is aber das gegenüber hat vielleicht das Gefühl Aufrecht zu erhalten muss ich immer wieder was leisten.
00:11:14: Träger auf beiden Seiten dieses Moment wo wenn ich erkannt werden will, wenn ich gesehen werden will muss ich das über Leistung organisieren und das ist ganz schlecht.
00:11:23: Das Gegenteil wäre ich probiere es einfach mal durch Authentizität Ich mache gar nichts bin einfach da und vielleicht reicht das sogar im Gegenüber.
00:11:30: Aber wie geht man dann mit den Komplimenten grundsätzlich?
00:11:34: Schlecht
00:11:35: Ach, Thorsten.
00:11:36: Ich finde dich toll!
00:11:38: Danke.
00:11:39: Guck mal, ich kann das angehen...
00:11:41: Das macht ja auch Spaß wenn das ehrlich gemeint ist und da auch davon leben wir lebe ich an Erkennung des Verschönes.
00:11:49: aber es darf nicht so sein dass der eine immer ein halben Meter tiefer sitzt hat aber schon wieder einen anderen Hintergrund.
00:11:57: wie hast du bestimmt schon einmal gehört dieses Hochstabler-Syndrom Imposter Phänomen, wenn Leute sich selber Kleiner machen.
00:12:05: Also mein Beratung kommt es an dauernd vor.
00:12:07: ich habe ja früher auch mit vielen Geschäftsleuten gearbeitet, die haben mir gedacht irgendwann kommen sie mir doch alle auf die Schläche!
00:12:12: Ich bin einfach nicht gut genug und die kriegen alle raus... ich betrüge ja nur.. ich bin ja nur auf dem... ich bin nur eine Mogelpackung und das passiert bei Beziehungen manchmal auch.
00:12:24: Das heißt wenn ich selber das Gefühl hab von Unzulänglichkeit, ich bin nicht gut genug Dann kann ich dem auch entgehen, dir zu begegnen.
00:12:32: Dem ich mich automatisch ein bisschen kleiner mache.
00:12:35: So spart mir schon mal die Scham, wenn du das feststellen würdest dass ich ja so klein bin.
00:12:39: machen wir lieber sehr mal kleiner.
00:12:42: Okay okay Wie ist es hier in diesem Song?
00:12:46: Hat die Person Ist sie authentisch oder macht sie sich bewusst klein?
00:12:56: Der hat sicher so ein Gefühl von dem, was auch in einem Song rüberkommt.
00:12:59: Deswegen mir das auch gefallen hat von der Anmutung her vom Song, dass er wirklich das Gefühl hat einen Außenseiter zu sein nicht richtig dazuzugehören.
00:13:08: aber das kann so tief liegen, dass da gar nicht genau hinguckt ob es eigentlich begründet ist sondern das ist mehr so und ich würde sogar noch größer machen... Ist das nur die Beziehung oder hatte vielleicht das Gefühl I don't belong here?
00:13:19: Was ist denn das hier?
00:13:21: Machen wir uns mal ganz groß!
00:13:22: Vielleicht ist das Leben Vielleicht bin ich aber falsch auf diesen Planeten oder meine Rolle ist nicht geklärt.
00:13:27: Dann ist die Herausforderung etwas größer.
00:13:30: Ja, das Song ist auf jeden Fall finde ich.
00:13:33: So empfinde ich ihn zumindest ziemlich düster.
00:13:36: also ich finde es fängt so an in der.
00:13:38: für mich ist trotzdem ein Beziehungssong Film hätte ich fast gesagt einen Beziehungssong und ein Film der dabei mir abläuft.
00:13:45: aber da kann natürlich auch das ganze Leben bezogen werden.
00:13:48: Das ist natürlich auch wieder eine Geschichte dass du auch wenn du das Gefühl hast werde dieser einen person nicht gerecht und ich himmel sie doch an aber ich komme mit ihr nicht zusammen dass du dich so darauf konzentriert auf diese eine beziehung die vielleicht nicht funktioniert das du in deinem leben insgesamt unglücklich wirst.
00:14:10: Wenn das nicht hinhaut wenn das nicht funktioniert dann habe ich hier auf der welt insgesamt nichts zu suchen.
00:14:19: wieder bei dem Thema Idealisierung.
00:14:21: Wir idealisieren halt gerne auch den Partner zum Beispiel, das muss dann die perfekte Beziehung werden.
00:14:28: Unterstützt natürlich heute durch die sozialen Medien wo alles super top dargestellt wird.
00:14:34: und wenn ich dann das Gefühl habe mein Gegenüber ist gar nicht so toll oder ich selber bin gar nicht zu toll wie mein Gegend über das erwartet hab' ich ein Problem weil ich komme aber nie dazu hinzugucken wie ich denn wirklich bin ohne was zu leisten.
00:14:45: Also in diesem Song geht es ja glaube ich vor allem darum das irgendwie festzustellen.
00:14:51: Die Person selbst fühlt sich minderwertig und das Gegenüber wird erhöht.
00:14:59: Wobei der Sänger wahrscheinlich gar nicht merkt, dass eine Überhöhung da ist.
00:15:03: Er empfindet es ja so!
00:15:04: Also er hat ja glaube ich nicht das Gefühl, dass dann eine Überhebung da ist sondern er erlebt diese Person genauso wie er da beschreibt.
00:15:11: Genau, wer glaubt das einfach?
00:15:13: Ich bin nicht würdig, ich bin quasi nicht gut genug für dich.
00:15:16: Es ist immer eine Selbstabwertung die auch davor schützt und Selbstabwärtung... mich tatsächlich auf Augenhöhe zu begeben, mal zu gucken wer da wirklich ist.
00:15:25: Ich mag ja popwise deswegen weil wir dann mal reinschauen was nehmen wir einfach so durch Songs die wir vielleicht auch nur nebenbei hören?
00:15:39: Was nehmen wir so mit für uns?
00:15:40: also was kommt so unbewusst an uns ran Ohne, dass wir es wirklich bewusst wahrnehmen.
00:15:47: Also wie ist das bei diesem Song?
00:15:48: Wenn ich den höre einfach nur musikalisch eben Wie gesagt ist irgendwie düster und ja creep kriechen.
00:15:58: also könnte man ja auch freak sagen Es ist nicht freak aber es ist irgendwie so ein
00:16:03: Widerling
00:16:08: Und jemand der sich eben ausgeschlossen fühlt Das kann natürlich auch so etwas sein verbinden sich vielleicht damit, weil sie sich auch ausgeschlossen fühlen im Leben oder zu einer Beziehung.
00:16:19: Es kann aber auch so was sein wie... Ich sage jetzt mal ein bisschen ich suche mich da so ein bisschen selbst mit Leid.
00:16:27: Wollte ja auch gerade sagen genau das ist ja das was auch so mitschwingt.
00:16:30: Ich kann endlich mal ein bißchen leiden.
00:16:32: Ja!
00:16:32: Ich kann mir auch Gottes alles anstrengen und irgendwie bin ich nicht gut genug.
00:16:36: Das mit
00:16:36: toller Musik?
00:16:37: Ja
00:16:37: und dann kam ich dazu richtig rein Liegen in die Musik gerne, weil der gefühlsmäßig auch noch angetriggert und deswegen auch mit den starken Riffs zwischendurch mal wo man versucht so auszubrechen.
00:16:48: Das hat mich wahrscheinlich auch ziemlich an dem Lied zu angeteuern dass man sagt ja ganz schön schwierig in der Welt jetzt recht zu kommen.
00:16:56: also ich muss sagen Ich würde sogar sagen so sich ab und zu mal im selbstmittler zu suhlen das ist auch okay.
00:17:04: Also ich finde es ok solang man weiß Man macht das jetzt gerade Und dann auch wieder zurückfindet so, weil da bleiben... Das ist irgendwie nicht so schön abstrengend.
00:17:16: Es
00:17:16: gibt schon Momente, kennst du ja, wenn man sagt alles doof?
00:17:19: Selbstschokolade-Doof!
00:17:20: Alles blöd, ne?
00:17:21: Und das
00:17:21: ist selten, aber
00:17:23: ein Schokolade machen wir ausnahmen.
00:17:26: Das ist aber auch ganz schön, weil ich entzieh mich dann selber quasi dem Leistungsanspruch muss ja immer was machen.
00:17:32: Ich muss durch den Tag gehen, am besten muss ich morgen schon Aufstehen und gute Laune haben.
00:17:36: Manchmal bin ich so zerknittert, kann nicht mehr höchstens sagen hat man einen ganzen Tag mich zu entfalten, aber das ist der einzige Schwachart groß!
00:17:43: Ja, aber schwierig wird es eben wenn man das nicht mehr merkt und aus diesem, ob nun Selbstmitleid oder Mitleid dann eben nicht mehr rauskommt.
00:17:51: Und keinen Weg zurückfindet und wirklich irgendwie denkt ich bin hier der Ausgesstoßende die Ausgestoßene Dann hilft ein Song glaube ich auch nur vorübergehend Aber macht einen ja Wenn man grundsätzlich so unzufrieden ist mit sich selbst.
00:18:09: Schwierig!
00:18:09: Man kann den Song aber dann wirklich als Aufhänger nehmen, zu gucken.
00:18:13: warum bin ich denn gerade so mies mit mir?
00:18:15: Was brauche ich denn eigentlich?
00:18:18: Wie komme ich denn auf die Gedanken?
00:18:20: Ich müsste jetzt unbedingt was machen und leisten damit ich anerkannt werde, mich überhaupt da sein darf damit du mich lieb hast.
00:18:27: Und da ist finde ich auch Musik wieder ganz hilfreich, weil er hat ja auch durchaus eine Energie, die man nutzen kann.
00:18:34: Also wenn man nur den Inhalt jetzt irgendwie lesen würde oder so dann könnte einer das noch mehr runterziehen.
00:18:38: aber hat hier auch eine Energie Die man entweder nutzen kann um sich herunter ziehen zu lassen oder auch um sich aufzubauen zu sein.
00:18:44: Hey!
00:18:45: Jetzt gehe ich mal nach vorne.
00:18:48: Sie haben auch für Radiohead selber, wenn man das Lied gar nicht hätte oder die Band nicht so bekannt geworden wäre dann hätten sie ja viel weniger.
00:18:55: Für sich auch gehabt und der ist dadurch ja richtig bekannt geworden.
00:18:58: und Geld haben sie hoffentlich auch bis verdient dadurch.
00:19:00: Ja
00:19:00: vermutlich haben sie es
00:19:01: auch.
00:19:01: In Form von Anerkennung.
00:19:03: Okay Creep vom Radiohead zum genießen mitfühlen rein fühlen und vielleicht dann auch zum wieder herauskriechen Popwise, Lebensweisheiten der Popmusik mit Thorsten
00:19:21: Wittke und Hergen von Hochding.
00:19:24: Alle vierzehn Tage neu!
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